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19
Sep

Arnulf Rainer: Gut fürs Ego

Das ewige Leben der Kunst ist eine museale Angelegenheit

Wo sonst als im Museum kann die Kunst so sorgsam restauriert, so perfekt temperiert die Jahrhunderte überdauern? Das Museum verleiht Aura, die wiederum hebt Preise und Bedeutung und bestimmt, ob man nun weiter vorn oder ganz hinten liegt in den diversen Kunst-Rankings. Tatsache ist: Es gibt weltweit mehr Museen als je zuvor. Tatsache ist aber auch, dass es heutzutage mehr Künstler gibt als je zuvor. Die überwiegende Mehrheit wird nicht einmal von einer Galerie anständig präsentiert, geschweige denn je in einem Museum hängen, weder in einer temporären Schau noch in den Sammlungsdepots. Ist nicht. Einerseits.

Andererseits werden einige wenige Künstlerstars auf weltweite Museumstourneen verschickt, ihre Werte gesteigert, der Ruhm vergrößert. Und plötzlich reicht nicht mehr eine Wand im Museum, nicht einmal ein ganzer Raum. Dann verlangt das Ego gleich ein ganzes Museum.

Sicher, die Meister der klassischen Moderne sind touristische Dauerbrenner; wer auch nur ein klitzekleinwenig Bildungsbürgerlichkeit im Reisegepäck mitführt, wird ihre Museen besuchen. Immer wieder. Ob dank der Nitsch-, Frohner- und Rainermuseen auch Mistelbach, Krems und Baden zu Besucher-Magneten werden, wird sich weisen. Und auch, ob sich genügend Menschen für Wechselausstellungen eines auch noch so spannenden Werkes interessieren. Ein Museum ist vor allem ein Ort der Vielfalt und Auseinandersetzung: mit und zwischen Kunst und Künstlern

 



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