Andrea Schurian

Andrea Schurian

Kunst Kultur Kommentare Kolumnen


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08
Jan

Biennale von Venedig: Kunstparcours durch die Lagunenstadt

Krise? Die Yacht-Anlegeplätze am Canal Grande sind wie immer ausgebucht, obwohl die Parkscheingebühren mit kolportierten 15.800 Euro pro Schiff und Tag doch im oberen Preissegment angesiedelt sind. Noch schicker als ein Schiff macht sich allerdings ein eigener Palazzo am Kanal. Viktor Pinchuk, ukrainischer Multimillionär und Kunstmäzen, hat einen und verborgt ihn alle zwei Jahre seinem Land als Biennale-Pavillon. Continue Reading »


08
Jan

Johann Kresnik: “Das ist Behauptungstheater”

In der Mitte der Bühne ein riesiges hölzernes Hakenkreuz; kein Zweifel, es geht um Nationalsozialismus und seine braunen Ausläufer bis in die Gegenwart. Bis nach Kärnten. 

“Am Kärntner Wesen wird die Welt genesen” , wird es später heißen, wenn die Wörter- und Bilderflut immer drastischer wird, Wasser, Blut, Quatsch, nackte Männer, barbusige Frauen. Und viel, viel Stoff, aus dem Johann Kresniks aufwühlende Theatervisionen sind: Continue Reading »


28
Dez

Die Fallen der Fälle: Von wegen dem

Der Dativ ist dem Genitiv sein Akkusativ. Oder so ähnlich. Bei einer Konkurrenzzeitung geraten Kollegen ressortübergreifend in die Fallen der Fälle. Wegen “diesem” Kollegen und laut “dem” Zeitungsbericht werden “den” Kindern aber gar grausame Grammatikregeln gelehrt. Continue Reading »


18
Dez

Krisenfeste Einkaufsräusche: Teuerster Zahnstocher

Bilder, Kleider, Bücher. CDs, DVDs, Schuhe, Taschen, LCD-Fernseher, Gold, Silber, Trallala, 700.000 einkaufssüchtige und noch viel mehr einkaufswütige Österreicher tigern Einkaufsstraßen rauf und runter, Krise findet in der ganzen Welt, in Kärnten, nur nicht beim Shopping statt - es sei denn, man kriegt nicht, was man begehrt. Continue Reading »


05
Dez

Haider-Denkmal: Künstler unbekannt

Nein, hier soll nicht auf die allgemeinen Handschläge und besonderen Qualitäten des verstorbenen Kärntner Landeshauptmannes eingegangen werden. Unbestritten schüttelte Jörg Haider viele, viele Hände und merkte sich auch jeden dazugehörigen Vornamen. Is ja nur a Landle, a klans. Continue Reading »


04
Dez

Arnulf Rainer: Frohsinniges Wetter für die Kunst

04.

Er raucht nicht, trinkt nicht und, seit er auf den Anti-Aging-Papst Johannes Huber hört, isst er auch nichts mehr nach sechzehn Uhr. So gesehen waren die letzten Monate ein wenig hart für Arnulf Rainer: Rund um die Eröffnung seines Museums in Baden im September war Dinner-Cancelling jedenfalls nicht drin; auch nicht, als seine Tochter kürzlich im Rainer-Museum heiratete. Das würden jetzt übrigens viele Paare wollen; und, frohlockt Rainer, der für seine Geschäftstüchtigkeit fast ebenso berühmt ist wie für seine Übermalungen, “das ist gut als neue Einnahmequelle fürs Museum.” Continue Reading »


04
Dez

Meina Schellander: “Ich begebe mich auf mehrere Wege gleichzeitig”

 

Verspannungskünstlerin Meina Schellander verknüpft ihre Seelenlandschaften mit der realen Welt.

Natur heilt heißt eine Arbeit aus ihrer Serie Zeit-Land-Anteile: Fotografien vom Himmel, von vertrockneten Sonnenblumen, Baumrinden, Waldstücken, Stoppelfeldern stellt sie Zeichnungen gegenüber; greift die Formenvielfalt der Natur auf, entwickelt sie weiter. Spinnt sie fort. Continue Reading »


30
Nov

Peter Pakesch: “Keine Bewerbung für das Mumok”

                          Peter Pakesch, künstlerischer Leiter des Grazer Universalmuseums Joanneum, im Interview

***

ASch: Nächstes Jahr steht das Universalmuseum Joanneum unter dem Generalthema “So lebt der Mensch” : Wie vermeidet man bei diesem Titel, unter den alles und nichts zu subsumieren ist, die fast zwangsläufige Beliebigkeit?

Pakesch: Unser Konzept ist tatsächlich sehr weit gefasst, es geht um Lebensbedingungen, Lebenskonditionen. Im Kunsthaus etwa wird sehr drastisch über Existenzbedingungen des Menschen heute und den von Hannah Arendt geprägten Begriff der “Human Condition” verhandelt. Auf der anderen Seite wird es beispielsweise im Volkskundemuseum eine Ausstellung geben unter dem Titel L(i)eben; wo die Geschichte der Homosexualität in der Steiermark aufgearbeitet wird. Continue Reading »


30
Nov

Der Adels-Schmäh: Erzherzogin im roten Wien

Frau Habsburg kann nun also, falls sie sonst gerade keinen Schmuck zur Hand hat, die frisch gewonnene Verdienstmedaille in Gold beim nächsten Opernball um den Hals hängen. So viel zur schönen Zukunft. Vielleicht aber doch noch ein paar Zeilen zur jüngsten Wiener Verleihungsvergangenheit. Continue Reading »


27
Nov

Wolfgang Flatz: Ein wilder Hund

Wie’s Herrl, so’s Gscherl, wie der Kerl, so die Dogge. Also hieß Hitlers Nachfolger Flatz. Und dessen Nachfolger Herr Professor. Nur das Herrchen all dieser Doggen bleibt immer der gleiche wilde Hund: Wolfgang Flatz.  In Rom ist er übrigens gerade wieder sehr wild. Continue Reading »


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